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... Stunde auf Stunde verrann. Endlich gegen 3 Uhr morgens huschte ein Schatten über die Straße. Es war die Ordonnanz, die uns den Befehl brachte, sofort zum Güterbahnhof zu fahren, um Brandgranaten zu laden. Der erwartete Extrazug war soeben eingetroffen. Hei, wie unsere Fahrer und Begleiter liefen, um die Wagen zur Abfahrt fertig zu machen. Benzin und Öl war schon, wie immer, am Tage vorher aufgegossen, auch sonst waren die Fahrzeuge instand gesetzt. Nur die Kühler wurden mit Wasser gefüllt, was der Einfrierungsgefahr wegen erst kurz vor der Abfahrt geschehen konnte. Fort ging es zum Bahnhof, das Dunkel der Nacht nur durch die Scheinwerfer unserer Automobile erhellt. Der Munitionszug hielt an der Rampe und sofort begann das Laden. Alle Hände rührten sich und hurtig schritt die Arbeit vorwärts. Da nahte sich wie eine gigantische Schlange eine lange Reihe Personenautomobile, deren Scheinwerfer auf den Windungen der Straße einen Fackeltanz aufzuführen schienen. Was war das? Es war das Oberkommando der 9. Armee, welches sich von Hohensalza nach Lencyza begab und auf Bahnhof Stralkowo Benzin nachfüllen wollte. In verhältnismäßig kurzer Zeit waren unsere Lastwagen beladen, und längst ehe der Morgen graute, waren wir unterwegs. Wegen der besonderen Bedeutung unserer Ladung begleitete uns ein Oberfeuerwerker. Jetzt endlich erfuhren wir den Zweck ...