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... Schaltwege ein echtes Vergnügen, denn das Getriebe lässt sich in alter Lancia-Tradition weich und angenehm schalten. Während das Lenken bei niedriger Geschwindigkeit schon einen gewissen Kraftaufwand verlangt, der aber nachlässt, wenn man erst mal in Schwung ist. Frühere Erfahrungen mit dem Wagen informieren darüber, dass er kein König der Landstraße ist – doch auch das hat wohl niemand erwartet. Die Karosserieneigung hält sich in Grenzen und obwohl es ein Show-Car ist, fühlt es sich vertrauenerweckend solide an. Ein stabiler, hinter den Vordersitzen montierter Stahlbügel sorgt für zusätzliche Verstärkung. Der Komfort ist ebenfalls gut und gediegen. Nicht so richtig gut sind – selbstverständlich – die engen und verstopften Gassen in den Dörfern Norditaliens. Man versteht, warum der Florida vor allem in Übersee residiert hat. Und darum heißt es bald Game over. Das Stil-Spiel ist aus. Schade. Ein letzter Gedanke zu Concept-Cars, Dream-Cars, Show-Cars. Egal, wie man sie nennt, die Idee bestand darin, eine Vision der Zukunft auf die Räder zu stellen. Heute machen sich allerdings die meisten Gestalter ohne Feingefühl daran, eher mit Schocktaktik. Weil sie nach den Sternen greifen, ohne zu sehen, auf welcher Basis sie stehen. Anders als die Rivalen seiner Zeit – wie Ghia, Boano und Viotti – hat Pinin Farina sich nie darum gekümmert, Unmögliches zu kreieren. ...