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... Nicht allzulange hielt er es hier aus. Die Liebe zum Motor trieb ihn bald ins Feld, wo er als Fahrer und Verwalter eines Motorwagenparks mit -seinen Fähigkeiten vortreffliche Dienste leistete. Sein ungestümer Tatendrang führte ihn jedoch von neuem weiter, „Fliegen" war sein Ideal; so finden wir ihn denn bald in Köln, wo ihm die Obhut über den großen Flugzeugpark anvertraut wurde und er sich in praktischen Flugunternehmungen üben konnte. Mit unermüdlichem Fleiß und gewissenhaftem Diensteifer sorgte er ob Tag ob Nacht, daß die Fahrbereitschaft keines Apparates im geringsten nachließ, wenngleich es ihm lieber gewesen wäre, wenn seinem Gerechtigkeitssinn manche Widrigkeit erspart geblieben wäre. In kurzer Zeit hatte er Hunderte von Flügen hinter sich und galt als ein sehr geschickter Lenker. Auch dieses genügte ihm nicht; er wollte sich weiter vervollkommnen, „Kampfflieger" wollte er werden; so siedelte er nach Gotha über, dessen weltbekannter Verbrennungsofen ihn dann leider in verhältnismäßig kurzer Zeit aufnehmen sollte. Am Schluß eines arbeitsreichen Tagewerks, abends gegen Va 7 Uhr, bei seinem siebenten Fluge an diesem Tage, in Gemeinschaft mit seinem den Apparat steuernden Fluglehrer, erfüllte sich sein Schicksal durch Absturz, dessen Ursachen noch heute ungeklärt geblieben sind. In Alwin Boldt vereinigte sich jenes ungestüme Draufgängertum ...