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... sind auch die europäischen Motorenbauer zu immer höheren Verdichtungsverhältnissen übergegangen. Grössere Leistungsausbeute und eine Reduktion des Verbrauchs können so in einem Zug verwirklicht werden. Abgesehen von dieser Tendenz zeigt der europäische Motorenbau - wie ja der Automobilbau überhaupt - nicht jenes homogene Bild wie die amerikanische Technik, vielmehr sind zahlreiche Einzelfortschritte in manchen Richtungen zu verzeichnen. Einen interessanten Wurf bildet die Benzineinspritzung, wie sie von Daimler-Benz in Zusammenarbeit mit Bosch für den 2,2-Liter-Motor des Mercedes 220 SE entwickelt worden ist. Auf Grund der unerwarteten Feststellung, dass bei der Einspritzung des Treibstoffs in die Ansaugleitung der einzelnen Zylinder dem Einspritzzeitpunkt praktisch keine Bedeutung mehr zukommt, ist es insbesondere nicht erforderlich, dass die Einspritzung während des Ansaugtaktes erfolgt. Je drei Zylinder erhalten bei jeder Motorumdrehung, also zweimal während vier Arbeitstakten, das Benzin gleichzeitig eingespritzt. Wenn das Einlassventil nicht offen steht, so wird der Treibstoff diesem zunächst vorgelagert. Damit konnte auf die Zuordnung je eines Einspritzpumpenstempels für jeden Zylinder verzichtet und die ganze Anlage entscheidend vereinfacht werden. Höhere Leistung bei geringeren Ansprüchen an die Klopffestigkeit des Treibstoffes, und ferner ...