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... Spruch, das Model T sei in jeder Farbe zu haben, »solange es schwarz ist«, bezieht sich jedoch nicht auf Ästhetik: Dem Pfennigfuchser ging es einzig und allein darum, Zeit und damit Geld zu sparen. In der Massenpro duktion ist es einfacher, nur eine Variante – und zwar die billigste – anzubieten. Die frisch angepinselten Bleche der T-Modelle wurden damals zum Trocknen in die Sonne gelegt – und Schwarz trocknet am schnellsten. Doch als sich die Käufer an den Komfort und an die für damalige Verhältnisse bahnbrechend geniale Konstruktion des Ford T gewöhnt hatten, wollten sie doch mehr. Sie wollten Abwechslung. Mit dem schnelltrocknenden Nitrolack von DuPont, Mitbesitzer von General Motors, wurde das Lackieren von Autos einfacher – und Standard. Farbpaletten wurden erweitert, es begann das Zeitalter von »art & colour«, bei General Motors die Bezeichnung für die Abteilung von Harley Earl: »Art & Color Section« . Erinnerungen an bestimmte Modelle sind auch für uns Spätgeborene oft mit Farben verbunden. Den Ford Corsair meines Vaters – in Apfelgrün-Metallic – vergesse ich nie. Völlig hin und weg war ich allerdings vom Austin Atlantic eines Onkels. Kein Mensch erinnert sich heute an das überambitionierte Fingern nach neuen Märkten, die Stilisierung dessen, was man im nasskalten England für amerikanisches Selbstbewusstsein hielt: ...