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... fahren», lautete Ecclestones lakonische Antwort. Seit Monza sind sieben Monate vergangen, und in diesen Monaten passierte offenbar die Wandlung des Carlos Reutemann, der zwar nach wie vor viel nachdenkt, mehr als mancher andere, und meistens über sich, aber doch positiver als zuvor. Nach dem Rennen, wenn aUe etwas Abstand gewonnen haben, ist es eigenartig was da für Sachen herauskommen. Von Regazzonis wUdem Manöver vor der ersten Kurve hatte Carlos keine Ahnung, stellte sich heraus. Als ich ihm erzählte, wie und wo Clay ihn überholen wollte, bekommt er grosse Augen: «Niemals hätte er meinen Brabham dort aus bremsen können, nie, mit 50 Liter mehr Benzin an Bord, unmögUch.» Es ist typisch für Carlos, dass er nicht «mich» sagt, sondern «meinen Brabham». Über das Manöver von Lauda, der in den ersten Runden auf der Geraden innen fuhr und erst kurz vor der Kurve auf die IdeaUinie zurück schwenkte, um Reutemann aus dem Windschatten abzuschütteln, lächelt Carlos: «Niki braucht zuviel Strasse, macht Fehler, ich bleibe immer aussen, mem Brabham ist schneU genug.» Wieder heisst es «mein Brabham» und nicht «ich». Was einem Piloten während des Rennens durch den Kopf geht, ist eigen artig. Im Frühjahr 1970 hat Carlos in Santa Fe eine Zeitung gelesen, auf dem Titel war das Siegerfoto von Jack Brabham aus dem südafrikani schen Grand Prix. «Einmal», so dachte sich Carlos, «möchte ich ...