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... ... Überhaupt saßen im Nachkriegseuropa die Designer nicht tatenlos herum. Eigenständige Studios, fast ausnahmslos in und um Turin angesiedelt, wurden nun nicht nur von Rolls-Royce und Herstellern exklusiver Luxus-Karossen, sondern von Massen-Fabrikanten engagiert, um neue Modelle einzukleiden. Ganz vorne Sergio ‚Pinin‘ Farina, dessen auf einem Fiat-Rahmen basierender Cisitalia schon 1946 so atemberaubend elegant war, dass er neben Picasso, Van Gogh und anderen Meisterwerken im MoMA New York zu finden ist. Das Coupé ist quasi der Ur-Typ des Sportwagens. 1957 fertigte PininFarina Studien für Buick, bereits 1951 einen Fastback für Packard, der – wie das America Coupe Speciale des Ferrari 375 – fast wie ein Facel Vega aussah (so wie Simca auch ein Farina-Kunde). Während man beim Wiederaufbau in der BRD kleine Brötchen in Käferform backte, konnten es sich die Amerikaner leisten, abstruse und nur aus manchem Blickwinkel pragmatische Träumereien zu verfolgen. Selbsverständlich entwickelte oder exis tierte man in Europa und Amerika nicht wie in komplett fremden Galaxien. Es gab einen regen Austausch, Pininfarina wurde en gagiert, Ghia bemühte sich bei Kommissionen stärker, den US-Style zu integrieren. Das tollste Beispiel für die umgekehrte Inspiration – aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach Frankreich, wo der einzelne Kreateur immer ...