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... Nr. 30 | 02.201164 gens mit offenem Führerstand und geschlossenem Passagierabteil überlebt. Es ist gut möglich, dass dafür ein frühes Martini-Chassis verwendet wurde – das Mutterhaus dieser Marke befand sich ja in Frauenfeld. Ebenfalls noch vor dem Ersten Weltkrieg ist ein Benz-Tourenwagen mit auffallend ausund hochgestellten vorderen Kotfl ügeln entstanden. So richtig in Schwung kam der Automobil-Carrosseriebau aber wohl erst nach 1918. Mehrere Fotos von Wagen aus den 20er-Jahren mit zumeist geschlossenen oder Allwetter-Aufbauten auf europäischen und amerikanischen Fahrgestellen legen davon Zeugnis ab. Ein besonders markantes Fahrzeug war ein grosser Allwetterwagen auf dem starken Adler-18/80-PS-Sechszylinder-Chassis. Das war ein Reisewagen der Luxusklasse, der trotz seines Gewichts von nahezu 2 Tonnen 105 km/h lief. Der 4,7-Liter-Motor leistete 85 PS bei 2800 U/Min. Während die Seitenscheiben der vorderen und hinteren Türen versenkbar waren, wurde die hinterste Scheibe eingesteckt. Das mächtige Verdeck konnte bei schönem Wetter ganz zurückgeschlagen werden. Die Reserveräder waren seitlich angebracht, und für das Gepäck gab es am Heck lediglich eine Kofferbrücke. Kantige, dunkle Limousinen entstanden auf Chassis von Studebaker und Nash, ein sportlicher Tourenwagen mit Spitzkühler auf einem solchen aus Deutschland oder Österreich. 1924 ...