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... Und er steht ganz klar in der Cobra-Tradition. In dem aggressiv ge stylten Zweisitzer findet sich nichts, was zum Fah ren nicht notwendig ist. Aber dafür ein riesiger Motor mit acht Liter Hubraum. Das ist mehr als eine Hand voll für den Rennkurs in Willow Springs/Kalifornien, wo die Präsentation stattfindet. 408 PS ohne irgendeine elektroni sche Regelung, schnelle Kur ven und vom Wind auf die Strecke geblasener Wüstensand ergeben eine Mischung, die ganze Kerle hinter dem Volant fordert. Solche wie Shelbv. Er ist damals schon fast siebzig Jahre alt und hat bereits eine Herztransplantation hinter sich. Aber er lässt den Viper um die Ecken, als gäbe es kein Mor gen. Die beste Medizin gegen die Verfallserscheinungen des Alters, so sagt der Texaner extra trocken, ist der Schräglauf winkel. Der Viper ist Amerika pur. Hubraum ist sein Glaubens bekenntnis, das Drehmoment liefert den Takt, die Musik kommt aus unterhalb der beiden Türen montierten Sidepipes. Nur der Klang, der hat so gar nichts mit dem zu tun, was die klassischen Achtzylinder-Ballermänner lieferten. Denn unter der ewig langen Haube sitzt ein Zehnzylinder- Motor, und er plärrt durch die beiden Rohre so ordinär wie zwei verkuppelte Fünfzylinder. Der VI0 liefert auch gleich eine Steilvorlage für die Kri tiker, die außer Porsche, Ferrari und vielleicht noch Jaguar nichts gelten lassen ...