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... eines Autos mit Fahrtrichtungsanzeigern sehr viel mehr ausgeben muss als ein Konkurrent in Belgien. Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick auf den Typenwirrwarr bei Autozubehörteilen allein schon in der Bundesrepublik. 1962 verwendete die deutsche Automobilindustrie rund 218 verschiedene Scheinwerfertypen. Eine einzige Fabrik der Elektrobranche stellte 94 verschiedene Blinker und rund 150 nach unterschiedlichen Aufhängevorschriften "verwendbare Scheibenwischer her. Es ist klar, dass unter solchen Umständen die Vorteile der kostenverbilligenden Massenproduktion, nicht mehr genutzt werden können. Neben der Wettbewerbsverzerrung für die Produzenten bringen die technischen Handelshemmnisse aber auch die Behinderung des freien Warenverkehrs in der EWG mit sich. Zu dem Zeitpunkt nämlich, da in der EWG produzierte Waren befreit von Zöllen ungehindert in der ganzen Gemeinschaft verkehren können, darf der reibungslose EWG-Binnenverkehr nicht durch einzelstaatliche technische Verwaltungsvorschriften aufgehalten werden. Die Richtlinien der EWG-Kommission enthalten sowohl technische Angaben für eine «europäische Norm» für Blinker und Winker als auch solche für ein Kontrollverfahren, das die gegenseitige Anerkennung einer in einem Mitgliedstaat einmal genehmigten Anlage auch durch die anderen EWG-Länder garantiert. Zwar schreibt die ...