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... weiterkommt. MOTORWELT: Glauben Sie denn, daß die Leute überhaupt so viele Verkehrssicherheits-Aktionen wollen? DR. PÜLTZ : Diese Frage kann ich bedenkenlos bejahen. Sehen Sie, der DVR hat kürzlich eine Umfrage zum Thema »Verkehrssicherheit« beim Allensbacher In- DVR-Präsident Dr. Pültz: Wir brauchen 90 Millionen aus dem Bußgeldtopf der Länder!« Ende die staatlichen Instanzen doch fragen, ob das Problem des Gurtanlegens mit positiver Beeinflussung allein gelöst werden kann, oder ob man auch hier an eine Bußgeldbestimmung denken muß. Da ist also noch alles offen. MOTORWELT: Aber Sie würden das Geld, das auf diese Weise eingenommen würde, gut gebrauchen können? DR. PÜLTZ : Da gebe ich Ihnen recht. Bei fast 15 000 Toten und rund 500 000 Verletzten im Jahr ist Verkehrserziehung eine Daueraufgabe, für die viel mehr Geld als bisher eingesetzt werden muß. Doch leider fließen die Büß- und Verwarnungsgelder, die ja von den Ländern kassiert werden, nur zu einem verschwindend geringen Teil in die Verkehrssicherheitsarbeit. MOTORWELT: Wir haben einmal bei den Bundesländern rundgefragt. Rund 300 Millionen Mark nehmen sie pro Jahr an Büß- und Verwarnungsgeldern ein; für Verkehrserziehung geben sie 12 Millionen Mark aus. Rechnet man noch die Personalkosten dazu, z. B. für die Polizeibeamten, die den Kindern in den Jugendverkehrsschulen die ...