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... den Fingerspitzen zu lenken, während der V8 sein sattes Drehmoment schon knapp oberhalb der Leerlaufgeschwindigkeit ausspuckt. Bevor man sich’s versieht, hat das Getriebe sanft die Gänge hinaufgeschaltet und der Wagen beginnt zu cruisen. Er ist nicht so lautlos wie der aktuelle Phantom, aber die Mechanik ist leise, eher technisch ausgeklügelt als künstlich gedämpft. Man fühlt sich an das unterschwellige Treiben in einem Hotel oder an das Antriebsgeräusch auf einem Kreuzfahrtschiff erinnert. Und der Vergleich mit einem Ozeanriesen ist durchaus angebracht. Irgendetwas am Charakter des Phantom V erinnert an jene großen Schiffe, die mit Dampfkraft den Atlantik überquerten, um in einer Stadt willkommen geheißen zu werden, die danach gierte, die Weltwirtschaftskrise hinter sich zu lassen – ohne jene zu vergessen, die der Moderne weniger zugetan waren. Menschen, die im Fonds eines Wagens wie diesem großformatige Zeitungen lasen, während sich der Chauffeur um die Fortbewegung kümmerte. Vor mir liegt eine Kurve und ich steige auf die Bremse – wohl bewusst, dass es eine große Masse abzubremsen gilt. Die Lenkung liefert nur wenig Feedback, und ja, der Wagen neigt zum Rollen, aber er macht es sanft und vorhersehbar. Die meisten würden das gern im Fonds genießen, also halte ich an und überlasse Paul das Lenkrad, während ich die hintere Tür zuziehe und es mir ...