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... in Zürich geben: Die roten Samtvorhänge korrespondieren mit den kurzenKleidchen der Damen vom Escort-Service, die Trompe-I'ceil an den Wänden passen zu ihren begleitenden Herren, dazwischen sitzen mehr oder weniger seriöse Geschäftsleute, lautstarke Werber und hin und wieder ganz normale Menschen, die ein gutes Essen und einen guten Wein zu einem guten Preis zu schätzen wissen. Denn was der kleine Aurelio Lorenzo, der über sein Restaurant herrscht wie ein ganz grosser Patron, und sein freundliches, kompetentes Personal auf den Tisch zaubern, das ist ganze Arbeit, wie man sie in der Halbwelt des «Chreis Cheib» nicht erwartet. Man spricht hier spanisch, also sind die Vorspeisen Tapas und ein Genuss, die Tortilla ist so, wie wir sie zwischen Barcelona und Sevilla lieben. Wer sich den vielleicht besten, sicher aber berühmtesten Schinken der Welt, den Jabuco, leisten will, kann das hier tun, das Vergnügen kostet aber 50 Franken pro Teller. Empfehlenswert ist die Fischsuppe, die Cazuela, wie überhaupt alle Fischgerichte bestens sind, vor allem der Loup de mer, den es gebraten oder in der Salzkruste gibt. Wem der Sinn nach Fleisch in prächtigen Portionen steht, dem seien alle Variantendes Kalbsfilets empfohlen - und selbstverständlich das Kalbskotelett, das Aurelio in einmaligen Exemplaren von bis zu 600 g serviert. Natürlich ist das alles nicht die ganz grosse Küche, ...