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... | MOTORRAD 114 SwissClassics Nr. 20 | 04.2008/2009 Zum Starten genügen einige Schwünge mit dem links angebrachten Kickstarter, Zündhebel auf Spät, Gashebel auf Halb und Lufthebel auf Zu. Läuft der Motor, kann mit dem Kulissenschalthebel in den ersten Gang geschaltet werden. Man könnte im zweiten Gang anfahren, so elastisch arbeitet der Motor. Unsere Probefahrt endete in einem Regenguss, deshalb kann ich zur maximalen Geschwindigkeit nur Vermutungen anstellen, es wären wohl 80 Stundenkilometer möglich. Ausprobieren wollte ich es nicht auf einer regennassen Strasse – diese Maschine in diesem Erhaltungszustand ist eine grosse Kostbarkeit, die nicht aufs Spiel gesetzt werden sollte. An der diesjährigen Windmill-Trophy fuhr der Schweizer Reinhard Bättig mit einem sehr ähnlichen Motosacoche-Modell 408 ohne Probleme mit. Er kapitulierte erst vor den sintflutartigen Regengüssen am zweiten Tag. Bis zum Jahre 1932 war die Höchstgeschwindigkeit auf Schweizer Strassen grundsätzlich 40 km/h, es gab nur wenige Ausnahmen. Innerorts betrug sie lediglich 18 km/h, also genügten die Felgenbremsen wohl in den meisten Fällen. 1933 trat das Schweizerische Strassenverkehrsgesetz in Kraft, die Höchstgeschwindigkeit wurde aufgehoben. An diesen neuen Zustand mussten sich Fahrer und Produzenten erst gewöhnen. Die Unfallzahlen stiegen drastisch, schwere Unfälle brachten die ...