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... dass Temporeduktionen unter. dem Strich insgesamt nichts bringen. Im Gegenteil: Ein Anstieg der Ozonbelastung bei einseitigerReduktion der Stickoxidemissionen ist nicht auszuschliessen. Die Ankündigung sodann,definitiv werde erst Ende Juni über die Anwendungdes «Ozon-Tempos» entschieden, ist bloss ein Feigenblatt, das die Scham derbundesrätlichen Liederlichkeit kaum zu verdecken vermag. Tatsache dürfte vielmehr werden, dass wir im Juli und im August auf zahlreichen Autobahnabschnitten im stockenden und sich stauenden Ferienverkehr dahinzockeln dürfen, ohne die Ozonbelastung auch nurum ein Jota zu reduzieren. Das haben wir einer Magistratenmehrheit zu verdanken, die wegen weitestgehender Absenz staatsmännischer Führungsqualitäten den Weg des geringsten Widerstands geht und sich vor der Ökolobby auf die Knie wirft. Der zuständigeEJPD-Chef, Bundesrat Koller, muss sich sogar den Vorwurf gefallen lassen, wortbrüchig zu sein: Im Vorfeld der Abstimmung über die sog. Böhi-Initiative hatteer wiederholt versichert, an den geltenden Limiten werde nur im Fall einer Treibstoffkrise oder einer einheitlichen europäischen Regelung gerüttelt. Nun, der Sündenfall ist passiert, die verunsicherten,weil überforderten Kantonsregierungen, die sich aus schierem Opportunismus für ein «Ozon-Tempo» stark gemacht haben, könnenaufatmen, die Öko-Fundis dürfen ...