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... man längliche Schweißstäbe am Rahmen befestigte und sie so lange hochbog, bis sie zum Beispiel in etwa der Form des Kotflügels entsprach. Darüber hat der alte Meister dann Blech geklopft, und zwar so lange, bis alle sagten. ‚Ja, so passt es.‘ Dann noch in die richtige Position geschweißt – und weiter ging es mit dem nächsten Teil.« Heute sind wir so weit, solch rustikale Praktiken als Teil des speziellen Charmes eines Californias zu betrachten. Diese Autos wurden halt von echten »Craftsmen« gebaut, die sich eher auf ihr gutes Auge als auf manipulierte Daten aus einem Computer verließen. Ferrari aus dieser Ära sind sprichwörtliche Kunstwerke, und wie alles, was handgemacht ist, haben sie kleine Makel. Nennen wir es mal »Charakter«. Wie trefflich man über Scagliettis hemdsärmelige Handwerker streiten kann – so sehr überzeugte doch das, was unter der Haut des Spyders steckte. Wie schon Paul Michaels feststellte, war dies ja im Grunde ein gechoppter 250. Also mit dem bewährten Fahrwerk der so genannten »Tour de France«-250 GT Berlinetta und – natürlich – dem 3,0-Liter-V12 mit nur einer obenliegenden Nockenwelle. Wir gehen hier nicht weiter auf ihn ein, da Sie ab Seite 54 eine detaillierte Beschreibung des legendären »Colombo«-Motors und seiner Evolution finden können. Wichtig zu wissen ist aber die Tatsache, dass die erste Serie des California noch ...