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... fuhr am linken Hinterrad mit 1,3 und am rechten mit 2,2 bar durch die Gegend. Nicht immer ist der Hersteller schuld Ganz klar: Die zahlreichen Rückrufe der Hersteller bewiesen, daß die Fertigungsqualität mancher Reifen nicht immer optimal war, und auch der ADAC-Test 1975 hat das ja gezeigt. Aber nicht immer ist bei Reifendefekten und Unfällen der Produzent verantwort- * 1 bar = 1 at lieh, sondern oft genug auch der Autofahrer. Dipl.-Ing. Fugmann vom ADAC: »Leider machen sich die Autofahrer gar keine Vorstellungen davon, welche katastrophalen Folgen das Fahren mit zu niedrigem Luftdruck haben kann. Untersuchungen von defekten Reifen haben bewiesen, daß es sich oft um Folgeschäden handelt, die auf Fahrten mit zuwenig Luft zurückzuführen sind.« Folgeschäden? Fugmann: »Versuche des ADAC auf dem Prüfstand und auf der Straße haben gezeigt, daß einem die Reifen nicht gleich um die Ohren fliegen, wenn man einmal auf der Autobahn mit zuwenig Luft fährt. Aber die Reifen werden bei hohem Tempo oder bei Kurvenfahrt so heiß, daß sich der Unterbau des Reifens und die aufgebackene Lauffläche allmählich voneinander lösen können. Das spürt und sieht man nicht. Aber bei einer der nächsten Fahrten — es müssen gar nicht einmal besonders schnelle Fahrten sein — kann dieser Defekt weiter aufreißen und zu einem lebensgefährlichen Reifenplatzer ...