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... wenigstens etwas zu mindern — und hoffen, daß sich der Schleudernde doch noch fängt und im allerletzten Moment den Einschlupf in seine Kolonne findet (oder er seinerseits kurz vorm »Treffpunkt« von der Straße fliegt). Ich wähle die dritte Möglichkeit. Genauer gesagt: »Es wählt in mir«. Denn in solchen Situationen »denkt« man nicht im üblichen Sinne, sondern man wägt im Unterbewußtsein ab und reagiert instinktiv. Leider wird es nichts mit dem Wunder. Zwar kann ich den eigenen Wagen in einer Notbremsung fast bis auf Stillstand herunterbringen, aber mein Gegenüber hält unverdrossen auf sein Ziel: auf mich. Es ist ein Mercedes. Ich sehe jetzt das Gesicht des Fahrers. Es kommt immer dichter auf mich zu, wird größer und größer. Der Mann hat die Augen schreckhaft weit aufgerissen. Sinnlos kurbelt er am Lenkrad. Warum schreibt denn Götz Weihmann gar nichts von Sicherheitsgurten, war er denn angeschnallt oder nicht?, werden sich viele Leser fragen. Nun — er war es nicht! Er hatte seinen neuen Wagen erst seit 14 Tagen und war (aus welchen Gründen auch immer) noch nicht dazu gekommen, die Drei-Punkt-Gurte montieren zu lassen. Und das ist besonders tragisch an diesem Fall: Götz Weihmann ist nämlich seit Jahren ein eifriger Streiter für die Sicherheitsgurte und fährt normalerweise immer angeschnallt. Kein Angstschock also, kein Todesschreck. Für ...