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... wenn sie sich am Motorendon ner der «Boliden» berauschen wollte. Ein bekannter Photograph, längst retiriert zu Industrieund Werbe-Daguerrotypie, erinnert sich: «Da standen Hunderttausende am Rand des Nürburgringes bei den Eifel-Rennen. Da wuß te mein Sohn, wer Dick Seaman war und daß Pietro Taruffi nicht nur sehr schnell autofahren, sondern auch sehr gut skilaufen konnte. Der Junge wußte - genau wie seine Freunde -, warum Rudi Caracciola leicht lahmte. Und die berüchtigten .Millionen am Lautsprecher', die es bei solchen Gelegenheiten wirklich gab, die seufzten, wenn einer ihrer Stars ausschied. Über ein Bergrennen mit Hans Stuck berichteten ganze Tageszeitungs- Seiten, und es galt gleich viel, wenn Tazio Nuvolari anstelle von Delius ge wonnen hatte: Das wollte damals viel heißen, als wir noch Herrenmenschen zu sein hatten! Wenn ich mich aber heute einmal sonntags zu einem Flugplatzrennen schleiche, tippt sich mein junger Schwiegersohn heimlich an die Stirn...» Es waren allerdings mitnichten nur die Herren menschen des NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrer-Korps), welche die Pisten säumten. Ausgetretene SPD-Mitglieder, Wandervögel, Achtelhebräer (nichtverfolgte) und NSDAP- Mitläufer standen einträchtig nebeneinander an der Strecke. Denn: Den Motorsport haben we der die Russen noch Adolf Hitler erfunden. Allerdings scheint es heute, als gehöre der Rennsport ...