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... liegt nun darin, dass sich wirtschaftliche und verkehrstechnische Faktoren rechnerisch erfassen lassen, dass es aber darüber, was schön ist und was nicht, immer Meinungsverschiedenheiten geben wird. Man wird sich dabei oft vom Gefühl leiten lassen müssen. Aber das Gefühl kann von ganz erheblicher objektiver Bedeutung sein. Das scheint besonders dann zuzutreffen, wenn es sich nicht darum handelt, ob eine bestimmte An den Fussgängerstreifen klappt es noch nicht. Nach Gesetz wäre es zwar so einfach: Der Fussgänger gibt noch auf dem Trottoir oder auf der Insel ein deutliches Handzeichen oder setzt zunächst den Fuss auf den Streifen. Eben: oder ... Dann hat er den Vortritt vor Motorfahrzeugen, deren Fahrer halten können. Es heisst: Halten können. Nicht: Halten wollen. So die Theorie. Die Wirklichkeit: Der Fussgänger zögert. Soll er, soll er nicht? Zuerst betritt er einmal zö- gernd die Strasse. Dann sieht er* sich um. Was er will, weiss er zunächst selbst nicht. Und wir Autofahrer: Da wird zu schnell auf den Streifen losgefahren. Mit dem Tempo versuchen wir, die Fussgänger zu hypnotisieren und sie vom Ueberqueren abzubringen. Manchmal gelingt es. Oft auch nicht. 1964 wurden 54 Fussgänger auf den Streifen überfahren. Das muss anders werden. Dazu helfen weder neue Vorschriften noch das Schimpfen. Richtiges Verhalten am Fussgängerstreifen muss selbstverständlich sein. ...