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... die Nachfolgenden knapp wird? Man merkt schon; etwas zügiger wäre manchmal etwas fairer, denn wohl ist es einer der Vorzüge des Verkehrsmittels Auto, dass man die Geschwindigkeit im vom Gestzgeber eingeschränkten Rahmen selbst bestimmen kann, die «individuelle Freiheit» stösst aber dort auf Grenzen, wo sie die Interessen anderer tangiert. Und das ist bei der heutigen starken Verkehrdichte meistens der Fall. Dann ist die Geschwindigkeit den Umständen anzupassen, wie's im Strassenverkehrsrecht steht, wobei diese «Umstände» eben auch in Form anderer Verkehrsteilnehmer auftreten können. Das verlangt dann vom einzelnen Anpassungsvermö- gen, er hat die Geschwindigkeit dem allgemeinen Trend anzugleichen. Auch wenn man z. B. Verfechter von Tempo 50 innerorts ist: es hätte mit besonderer Vorsicht nichts zu tun, mit 50 km/h weiterfahren zu wollen, wenn sich im Rückspiegel eine Kolonne sammelt, denn zusätzliche Überholmanöver wären die Folge. Dasselbe gilt natürlich auch ausserorts. Wenn sich hinter dem eigenen Fahrzeug eine Kolonne bildet, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Mehrheit es gerne etwas zügiger hätte. Nicht immer bestehen ausreichende Überholmöglichkeiten, abgesehen davon, dass Überholmanöver grundsätzlich nicht provoziert werden sollten. Möchte man selber nicht schneller fahren, ist es ein Gebot der Fairness, auf stark befahrenen ...