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... Stahlschieber ersetzt, wodurch die Leistung erheblich gesteigert werden konnte. Daimler lieferte zusammen mit Voisin und Panhard den besten Beweis, dass Schiebermotoren, sofern sie genügend sorgfältig und präzis hergestellt wurden, durchaus leistungsfähig, langlebig und gebrauchstüchtig sein konnten. Billiger in Herstellung und Betrieb als Ventilmotoren waren sie jedoch nicht — im Gegenteil. Interessanterweise stammten die ersten mit einem Radio ausgestatteten Autos von Daimler; sie waren an der Olympiaschau in London im Jahre 1922 gezeigt worden. Die Idee wurde bald fallen gelassen und erst viele Jahre später wieder aufgenommen. Von 1924 an wurden alle Daimler mit Vierradbremsen ausgerüstet. Als Sensation in der Markengeschichte gilt jedoch zweifellos die Einführung des legendären Double-Six-Modells mit einem V-12- Schiebermotor von 7136 cm3 Hubraum im Jahre 1926. Der berühmte Konstrukteur L. H. Pomeroy war Chefingenieur und später Managing Director der Firma. 1927 wurden von Daimler nicht weniger als 23 verschiedene Modelle (Karosserie-Varianten nicht gerechnet) mit fünf verschiedenen Motoren und mit 12 verschiedenen Radstandlängen angeboten. Diese fast unüberblickbare Vielfalt von Typen reichte vom kleinen 1,8 Liter 16/55 HP, dessen Chassis immer noch 490 teure englische Pfunde kostete (für das gleiche Geld erhielt man eine komplette ...