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... halsbrecherischen Probefahrt zertrümmert, das andere während des Krieges durch Brand zerstört. Um so ausgiebiger sollte indessen der Prototyp Nr. 03 Gelegenheit erhalten, die der VW-Konstruktion innewohnenden einzigartigen Vorzüge darzutun. Während der ersten zwei Betriebsjahre wurde der Wagen auf vielfach unwegsamem Terrain erbarmungslos strapaziert, wobei Prof. Ferdinand Porsche selbst sich oft ans Lenkrad setzte. Die durchschnittliche Tagesleistung während dieser zwei Versuchsjahre betrug 400 km. Bei jedem Halt musste das Fahrzeug vor Neugierigen versteckt oder geschützt werden. Es kam vor, dass «Interessenten» die Karosserie mit Taschenmessern ritzten, um zu prüfen, ob sie aus Metall oder Preßstoff hergestellt sei! Einmal schien es um den Wagen geschehen zu sein, als er auf einer Autostrasse bei 100 km/h von einem Lastwagen seitlich gerammt wurde und sich überschlug. Beim Aufstellen zeigte es sich jedoch, dass bloss die Karosserie einige kleinere Schäden davongetragen hatte. Im Verlaufe des Krieges gelangte der VW Nr. 03 nach Berlin, wo er bis 1944 mit Benzin fuhr, um nachher weitere 100 000 Fahrkilometer mit einem Holzgasgenerator zurückzulegen. Bei Beginn der Kampfhandlungen in Berlin wurden Karosserie, Motor, Hinterachse, Vorderachse und Reifen demontiert und in verschiedenen Verstecken eingelagert. 1945 fanden sich sämtliche Fahrzeugteile wieder ...