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... waren. Ist der Neuwagenabsatz nicht mehr das treue Spiegelbild der Konjunkturlage?Offensichtlich ist der überdurchschnittlich starkeBremseffekt beim Konsumgut Auto weiteren Gründenzuzuschreiben. Zwar können diese Nebenursachen nur durch gezielte Marktuntersuchungen mit Sicherheit aufgedeckt werden. Doch einige signifikante Änderungen des Umfeldes machen im gestörten Spiel von Angebot und Nachfrage gewiss ihren Einfluss geltend: Seit nunmehr rund einem Jahrzehnt liefert die Autoindustrie wesentlich besser gegen Rost geschützte Wagen. Dies treibt die Lebenserwartung der Autos, die bisher in den einkommensstarken Ländern bei durchschnittlich zehn Jahren lag,zweifellos in die Höhe. Weil auch die mechanische Zuverlässigkeit verbessert wurde, wird der Wunsch nach einem Wechsel weniger schnell geweckt. Wer bisher sein Auto gewohnheitsgemäss beispielsweise alle zwei oder vier Jahre gegen ein neues Modell wechselte, entdeckt nun, in einer Zeit der Krise oder zumindest der Konjunkturflaute, dass moderne Wagen ohne weiteres auch länger ihren Dienstversehen können. Die allgemeine Qualitätssteigerung wirkt sich somitauf alle Besitzwechselstadien bremsend aus. Es gibt aber auch neue psychologische Hemmschwellen: Wenn die Konjunkturlage zu Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und einer Vielzahl von Konkursen führt, so mögen auch ...