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... 70 Eine neue Marke auf dem Markt einzuführen ist eine immense Herausforderung. Kundenforschung, Vertriebs-, HändlerundErsatzteilnetz aufziehen, Marketingausgaben, Zertifikate, Steuern und Abgaben; kein Wunder, wagen sich etwa die südeuropäischen Grossmarken nicht nach Amerika (zurück). Toyota brauchte aber im neuen Jahrtausend einen Schub junges Blut. Mit dem Erdrutscherfolg war die Marke bürgerlich und - in den Augen der Y-Generation der 18- bis 30-Jährigen - langweilig geworden Aufstand im Imperium Für diese Kinder der Babyboomer dachte sich das japanische Imperium aber eine relativ sparsame Instantlösung aus. Man nehme zwei Einsteigerautos vom Heimmarkt, konzentriere das knappe Werbebudget auf Internet sowie Hip-Hopund Underground-Kunstszene, biete die scharf kalkulierten und gut ausgestatteten Anti-Toyota über das bestehende Händlernetz an, aber mit einem dicken Vorhang von den Camry-Limousinen und Sienna-Minivans der «Pappis» getrennt. Im ersten Schritt auf dem Trendsettermarkt in Kalifornien ging 2003 alles nach Plan - oder sogar noch besser. Mit der landesweiten Verteilung ein Jahr später durfte noch ein Celica-Ersatz, der tC, auf Jungenfang, was den Verkaufszahlen (und den Händlermargen) gut tat. Tatsächlich erreichte Scion spontan mit 34 das jüngste Kundenalter allerMarken und bescherte dem Toyota-Konzern einen ...