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... schwinge mich also ans Steuer der Touring- Limousine und starte den Motor, der sofort ein tiefes Grollen ausstößt. Die Pedale hängen, und es gibt ein Gelenk, das dem vertikalen Teil des Gaspedals ein leichtes Kippen erlaubt – ideal fürs Zwischengasgeben. Die Kupplung ist leichtgängig, aber das Getriebe hat dieses eigenartige Schaltschema. Der Ganghebel überträgt die Schaltbewegungen mithilfe eines 2,6 Meter langen Kabels, das in einem mit Öl gefüllten Kupferrohr verläuft. Zum Anfahren braucht es dank des enormen Drehmoments, das schon bei niedriger Drehzahl zur Verfügung steht, nur einen sanften Gasstoß, bevor der Wagen zügig beschleunigt. Die Lenkung ist leicht und perfekt übersetzt – ein echtes Highlight dieses Autos. In Handling und Fahrkomfort unterscheiden sich die Limousine und das Boneschi-Cabriolet stark. Beiden gemeinsam ist die Gummifederung, doch beim Boneschi pumpt ein kleiner Kompressor Luft in die Kammern der Gummikeile und federt so Unebenheiten besser ab, während der Touring eine einfachere Version ohne Luft hat und deshalb härter gefedert ist. Bei niedriger Geschwindigkeit stellt sich leichtes Untersteuern ein, auch wenn der Heckmotor sich frü- her oder später bemerkbar macht. Zum Glück ist die Bremsbalance zwischen vorn und hinten perfekt. Zusammen mit dem ersten Isotta Fraschini von 1901 (siehe Kasten unten) wurden die ...