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... Sportwagen in den 1950ern, Formel 1 ... Alles hat er nahezu unbeschadet überlebt, oft noch mit einem Siegerpokal in der Hand – auch in Le Mans. Parallel hat er als Sportreporter endlos viel geschrieben. Die Langstrecke, sein Klassiker Sports Car and Competition Driving von 1963, ist bis heute unerreicht. Bis zu seinem Tod im Alter von 91 Jahren hörten sämtliche Industrieschwergewichte zu, wenn er sprach. Fachleute und Experten schätzten ihn als Berater, weil er ein aufmerksamer Fahrer war, auch ein gewiefter Testfahrer und zudem ein umsichtiger Ingenieur. So wie Cincinnatus im alten Rom wusste der humanistisch gebildete Frère aus Belgien, wann genug ist. Nachdem er 1960 für Ferrari in Le Mans gewonnen hatte, sah er seine fahrerische Mission als beendet und alle seine Ziele im Motorsport als erreicht an. Er widmete sich wieder dem ihm keinesfalls unwichtigeren Journalismus. Weil ihm das Schreiben über alles ging, verpflichtete er sich nie für eine ganze Saison bei einem Hersteller, auch nicht bei Ferrari. Nebenbei bemerkt: Auch was er unterließ, zeugte von Stil. Als ihm Enzo Ferrari anbot, bei der Scuderia Fahrer, Testfahrer und Rennwageningenieur zu werden, lehnte er diplomatisch ab. Denn er wusste, wie Enzo seinen Stall leitet. Frères Faszination für alles, was mit Autos zu tun hat, begann früh. Als Regierungsbeamter in leitender Stellung fuhr ...