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... eine menschlicheWohnung treffen würden. Doch wie schnell reisst uns die Maschine in bewohnte Gegenden. Das Land wirdbelebter, grüner, Bäume spenden Schatten, und plötzlich liegt das oft geträumte Arles vor uns. Mitten imStädtchen auf dem Marktplatz steht der alte Mistral still und ruhig, und auch die Arier haben es nicht mit derHastigkeit. Auf engen Gassen bummeln wir zum Amphitheater. Wir klimmen durch den machtvollen Bau,setzen uns zu oberst bei einer Zinne nieder und schauen. Um uns herum liegen die Firste der alten Häuser. Dar-über hinaus aber dehnt sich unfasslich und grenzenlos die Ebene. Sie verschwimmt in ein paar Wolken, verliert sich in Dunst und Bläue. Breit durchschneidet die Rhone diese Landschaft. Langsam dunkeln die machtvollen Ruinen. Wegen einer Corrida de Torros fahren wir am nächsten Tage nach Nimes. Auch hier ist ein Amphitheater das Ziel. Menschen stehen und sitzen zu Zehntausenden und warten auf das Ereignis eines Stierkampfes. Kampfstimmung ist auch in der Menge. Sie erhebt ihrwildes Geschrei, sobald der erste Stier seinen Kampf auf Leben und Tod beginnt. Sie schreit, brüllt undpfeift, dass man das Stöhnen und Brüllen der todwunden Stiere nicht hört, dass der letzte Schrei einesPferdes vor dem Sterben sinnlos verhallt. Gierig warten die Menschen, können sich nicht sattsehen undmachen Augen wie Raubtiere. Das also ist der Stierkampf? Nein, ...