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... mit der Hand über einen dunklen Fleck am Kotflügelhinten rechts. Den habe er selbst geflickt. Die weinrote Farbe schimmert durch das gefallene Laub, das weisse Dach täuscht ein Cabriolet vor Hegedüs, gelernter Maschinenmechaniker, kaufte den Barracuda Anfang der Achtzigerjahre aus zweiter Hand. Von Montag bis Freitag führ er damit auf Montage durch dieSchweiz. «Mein Puff ist sicher noch im Kofferraum», sagt Hegedüs, öffnet den Deckel, wühlt herum und greift, zwischen Epa-Plastiksack und Migros-Papiertüte, nach einemleeren Kanister Gulf-Automatenöl «Wir waren die Bande mit den langen Haaren und den grossen Amerikanern», sagt Hegedüs, heute Manager vonFormula-Renault-Teams, etwas nostalgisch, während erauf der Terrasse des Restaurants am Bahnhof Kaufdorf eine Zigarette nach der anderen dreht und raucht. «Wilde Zeiten.» Es war die Zeit der schönen Agathe. Er war 20, sie36. Im Barracuda fuhren sie in die Bretagne und blieben in derSanddüne stecken; es war die Zeit, als parkierte Autos nicht verriegelt werden mussten undes auf den Strassen kaum Verkehr gab. Daniel Beutler, Arzt aus Mühlethumen, erkennt sie wieder, die Merkmale der Beutler-Carrosserie: die Armaturen, die Lämpchen, den Scheibenverschluss am hinteren Fenster. Sein Vater Fritz Beutler und sein Onkel Emst schufen in den Fünfzigerund Sechzigerjahren Spezialkarosserien, die international ...