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... Zeit. Ein professioneller Händedruck und Kimi erweckt den doppelt aufgeladenen 3,9-Liter-V8 per Tastendruck zum Leben. Wir rollen aus der Boxengasse. Und das muss man einfach gesehen haben: Die Schaltpaddels des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes werden von den Fingern des schnellen Finnen nicht einfach nur gezogen. Es gleicht mehr der atemraubenden Performance eines Musikvirtuosen, der in die Klaviertasten greift. Unter dem satten Sound des Motors hinter uns beginnt das Spiel mit den Fliehkräften. Den Hockenheimring kennt Kimi Räikkönen, wie alle anderen Formel-1-Strecken, natürlich inund auswendig. Vollgas, Vollbremsung, ein leichter Quersteller des Autos oder Gangwechsel – alles wirkt auf den Zentimeter genau geplant und ausgeführt. Kimi nutzt meine Taxifahrt nicht etwa für fahrerische Schonkost, er würde den 488 ohne Passagier an Bord sicherlich nicht mehr fordern. Die dann fehlenden Kilos Übergepäck einmal außen vor gelassen. Auch als wir mit weit mehr als 300 km/h auf den Bremspunkt der Mobil-1-Kurve zuschießen und das Auto genau auf Ideallinie ist – während mein Gehirn nach der brutalen Bremsung noch damit beschäftigt ist, seine reguläre Position unter der Schädeldecke wieder einzunehmen –, fühle ich mich bestens im Wagen aufgehoben. Schade, ist der Spaß viel zu schnell vorbei, schon nach zwei Runden nimmt Kimi die ...