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... vierte Gang sind synchronisiert – durchschaltet. Jenseits des Schritttempos ist die Lenkung leichter und akkurater als erwartet. Die ganzheitliche Aura, die der Wagen verströmt, steht in perfektem Einklang mit seiner geringen Fahrleistung. Die Skala des Drehzahlmessers reicht bis 5000, der rote Bereich beginnt bei 4500 U/min. Das hört sich für einen Bentley aus den 30ern ziemlich iel an. Wenn ich den Hebel für die Bypass-Klappe ziehe, verwandelt sich »the silent sportscar« (so wurde er damals beworben) in ein ziemlich lautes Gefährt. Ich bevorzuge ihn ruhiger. Wie zu erwarten ist Drehmoment im Überfluss vorhanden. Hat man die 50-km/h-Marke überschritten, schaltet sich der Bremsservo ein und stattet das Bremspedal mit erheblich mehr Biss aus. Alles funktioniert tadellos. Zum Abschluss lasse ich mich ein wenig chauffieren. Hodgson fährt auf die alte A55 und es geht in rasantem Tempo bergauf und bergab, während ich es mir auf dem kuscheligen Rücksitz bequem mache. Der Bentley gibt sich ähnlich temperamentvoll, wie er es im Neuzustand gewesen sein muss. Es ist eine wahre Zeitreise, die ich hier gerade erlebe. Und wenn der Bentley Ihnen gehörte? Was würden Sie mit ihm machen? Ihn als Relikt vergangener Zeiten verstauen oder ihn in dem Wissen benutzen, dass das Fahrerlebnis so nah an der damaligen Zeit ist, wie es nur sein kann? Ich würde Letzteres tun. ...