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... man sich damals die Zukunft vor: Möglichst viele Knöpfe einbauen als Ausdruck der gestiegenen Möglichkeiten des Fahrers, sein Fahrzeug zu beeinflussen. Im Grunde galt dasselbe für Autos, was heute für das Geschäft mit Big Data gilt: Egal ob sinnvoll oder nicht, es kann getan bzw. ge messen werden und wird deshalb gemacht. Inzwischen hat sich die Anzahl der Funktionen in Fahrzeugen exponentiell vervielfacht, die der Knöpfe dagegen ist geschrumpft. Die einst stattliche Anzahl Knöpfchen, Kippschalter, Regler und Lämpchen – alles so übersichtlich wie im Cockpit einer Boeing – ist zentralen Steuereinheiten gewichen. Die haben es allerdings wirklich in sich: Schon jetzt benötigen die ersten Fahrzeuge von Mercedes, BMW oder Audi teilweise keinen Fahrer mehr, schon bald soll diese Technologie serienreif sein. »Hurra!«, schreie ich wieder. Oder lieber doch nicht? Denn außer Gimmicks liebe ich Klassiker auf vier Rädern. Was bedeutet es für die Oldtimerei, wenn in – sagen wir – fünfzig Jahren die ersten autonomen zu historischen Fahrzeugen werden? Ist nicht abgesehen von Design und Stückzahl der Reiz von alten Autos gerade der, dass man als Fahrer für das eigene Handeln verantwortlich ist und den Wagen deswegen richtig spüren kann bzw. sogar: sollte? Natürlich spricht aus rationaler Sicht vieles für autonome Fahrzeuge: weniger Unfälle, weniger ...