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... Universal gelenk. Grosse Gabeln hielten die Achse stabil und waren die Stützpunkte für die Achsschen kelbolzen. Die Universalgelen ke waren an die Naben mon tiert. Auch die halbelliptischen Blattfedern wurden an diesen Gabeln befestigt. Es entstand so eine Art Einzelrad-Aufhän gung. Einige dieser Lösungen fand man später in Schwenkes Patent von anno 1902. Vermut lich unbeabsichtigt erfand Latil mit dieser Konstruktion das Sy stem der Einzelrad-Aufhän gung, bei dem die Antriebs welle ein integrierter Bestand teil ist. Patentiert 1933 durch Georges Roesch, Talbotwerke in London, wurde diese Kon struktion bei den Hinterrädern des Jaguar-E-Types von 1961 und dem Chevrolet Corvett von 1963 verwendet. Die Welle war für die seitliche Position verantwortlich, währenddem die Blattfeder die Aufgabe der 24 Längsführung übernahm und zusätzlich die vertikalen Bewe gungen des Rades kontrol lierte. Dieses Auto war das Werk von Auguste Georges Latil. Er wur de 1878 in Marseille als Sohn eines Anwalts geboren. Sein Vater war ein leidenschaftli cher Bastler und besass des halb eine kleine Werkstatt. Dort konnte derjunge Georges (wie er genannt wurde) sein mechanisches Wissen und sei ne Geschicklichkeit entfalten. Er war erst 16 Jahre alt, als er nach Paris zog. In Alois Korn fand er dort einen Partner, mit dem er eine mechanische Werkstatt in Levallois, einem westlich der Stadt gelegenen ...