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... eines Gässleins, schlürften wir den unvermeidlichen, frischgebrauten Mokka. Im Bazar gegenüber feilschten und stritten die Araber. Ich starrte auf die menschenwimmelnde Gasse und träumte. Da bekam ich einen Stups in die Seite. « Hello, good Boy. . Cirer ä la glace? > Frech wie Wanzen, aufdringlich wie die Fliegen und schmutzig wie die Souks, so ist die Meute der Schuhputzjungen in Algier. « Nix viel kosten > tönte es rechts. «Monsieur. .» mit gewinnendem Lächeln von links. Man schüttelte ärgerlich den Kopf, man stampft mit den Füssen, wehrt mit den Händen... schliesslich lässt man doch « cirer ä la glace », nur um diese Plagegoister loszuwerden. So kam es, dass wir unsere grosse Wüstenfahrt mit blitzblanken Schuhen antraten. Das Atlasgebirge mit seinen luftigen Passübergängen lag hinter uns. Vor uns zitterte die heisse Luft über dem Chott el Hodna, einem der trügerischen Salzseen von gewaltiger Ausdehnung. Es war heiss, sehr heiss. Die Luft flimmerte über dem glühenden Wüstensand. Der Kühler unseres Autos dampfte. Wir litten Durst, denn es war der Atem der unendlichen, leuchtenden Wüste, der uns ins •Gesicht blies. Zur Zeit des Abendgebetes, eben als die Sonne hinter den Ouled-Nails Bergen verschwand, tauchten die Palmwipfel der « Oase der Glückseligkeit» aus dem Sande empor. Der Vollmond leuchtete uns durch die stillen Gassen, wo geheimnisvoll vermummte ...