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... der 312 B nicht nach Monza gebracht worden, weil er bei den ersten Versuchsfahrten in Modena einen Motorschaden erlitter hat. Am Freitag drehte Ernesto Brambilla, der sich von seinem Motorradunfall einigermassen erholt hat, eine Serie Trainingsrunden auf dem «alten» Ferrari. Er war allerdings nicht sehr schnell. Brambilla umrundete die Piste in l'34.10", während der Tagesschnellste Jochen Rindt 1'26,43" in die Bahn legte. Brambilla war bekanntlich vor zwei Wochen mit einem Motorrad gestürzt, und er musste mit Bandagen versehen in den Monoposto steigen. Nach einer Serie Runden begann bei ihm der rechte Arm derart zu schmerzen, dass für ihn das Durchstehen eines Grand Prix unmöglich schien. Am Samstag setzte Brambilla das Training fort, doch entschloss man sich schliesslich, den Mexikaner Pedro Rodriguez ans Steuer des einzigen Ferrari zu setzen. Chris Amon war als Zuschauer in Monza. Er hat am 4. September seinen Vertrag mit Ferrari für die Saison 1970 erneuert. Der Neuseeländer wäre in Monza nur gestartet, wenn das neue Modell mit Boxermotor einsatzbereit gewesen wäre. In Monza war zu hören, dass Ferrari — jetzt wo die Fiat-Millionen verfügbar sind — für 1970 unbedingt einen zweiten Spitzenfahrer engagieren wolle. Angeblich wäre man bereit, auch nicht vor den Forderungen eines Stewart, Siffert oder Ickx zurückzuschrecken. ...