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... Kaum vorstellbar, dass hier Anfang des 19. Jahrhunderts aus Pfaden eine bedeutende Handelsroute wurde. Am Berghaus kurz hinter der Passhöhe hält Hans Grass Ausschau nach seinem Vieh. Drei Sommermonate verbringe er als Hirte in den Bergen, erzählt der 75-Jährige. Er kümmert sich hier oben um 48 Rinder und 45 Kälber, und das schon seit 29 Jahren. „Das Leben auf der Alpe bringt einige Le bensjahre“, grinst er, „ich bin immer gesund geblieben.“ Auch den Tieren bekommt das Grün auf den Weiden: „Hier wächst spezi elles Gras, das für schmackhaften Käse sorgt.“ Der nächste Tag beginnt wie im Bilder buch. Die Sonne scheint, am Himmel ist keine Wolke zu sehen. Jetzt ist einer der bekanntesten Alpenpässe dran, der San Bernardino. Quasi ein Pensionär, seit das Gros des Verkehrs tief unter ihm durch den Tunnel rauscht. Umso besser für uns, denn das garantiert eine leere Straße. Durch eine mit dicken Felsbrocken gespickte hochalpi ne Landschaft schlängelt sich das Asphalt band über den Berg vom deutschin den italienischsprachigen Teil des Landes. Dann steht eine echte Geduldsprobe an: Der Weg zur nächsten Bergund Talbahn zieht sich fast zwei Stunden hin, und der Lulcmanier entschädigt kaum für die lange Anfahrt. Der 1920 Meter hohe Übergang ist kehrenarm. Erst beim Oberalp ändert sich das. Dafür passt hier oft nur ein Auto auf die Straße. Bei ...