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... lichen Autokorsos nach siegreichen Spielen der jeweiligen Nationalmann schaft des Herzens ließ er wissen: „Ich habe an die Innenminister der Länder und an die Polizei appel liert, die Straßenverkehrs ordnung in Anbetracht der sportlichen Gefühlswogen etwas großzügiger auszu legen.“ Keine indignierten Reaktionen aus den Län dern, denen ansonsten die Föderalismus-Pfründe höchstes Gut sind - auch da zeigt sich, dass Ramsau er nicht Leichtmatrose, sondern ranghöher Offi zier auf dem Verkehrspolitik-Dampfer in recht rauer Regie rungs-See ist. Dies stellte er jetzt ebenso beim Thema Wechselkennzei chen unter Beweis. Ramsauers Reformwillen bringt die Sicht der Dinge ins Wanken, wonach die deutsche Bürokratie der natürliche Feind bürgerfreundlicher Lösungen ist. Das auf Gedeih und Verderb miteinander verflochtene Gemenge von Kfz-Steuersystem, Zulassungsprozedere und Versicherungs spielregeln schien zudem jahrzehntelang zu festgefahren und verkrustet, als dass sich daran etwas ändern könnte. Dabei machen Österreich und die Schweiz seit Jahren vor, wie unproblematisch Wechselkennzeichen in der Praxis zu handhaben sind. Seit Anfang des Jahres hatten die Ministe rialen hinter verschlossenen Türen mit der Versicherungs wirtschaft verhandelt, und man wurde sich einig - wo Ramsauer ist, ist auch ein Weg. „Für die Einführung von Wechselkennzeichen steht ...