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... Ließ man aber nur ein kleines Steindien in das Innere des Fläsduhens fallen, so zerfiel das ganze Fläschdien in kleinste Trümmerchen. Wie ist so etwas möglidi? In der Herstellungsart dieser G 1 a s - T r ä - n e n und Fläschchen offenbart sich das Geheimnis dieses so sonderbar anmutenden Verhaltens von Glas, welches sich der Laie nicht so ohne weiteres erklären kann, das aber den Grundgedanken des heutigen „Einscheiben-Sidierheitsglases“ bildet. Die Glas-Tränen wurden in zähflüssigheißem Zustand in kaltes Nasser getropft, ihre Außensdiicht erstarrte dadurdi sofort zu festem Glas, das Innere kühlte sidi langsamer ab und w'ollte sich dann erkaltend zusammenziehen, konnte dies aber nicht, da die Außenschicht fest war und nicht mehr nachgab. Als Erfolg ergab sich ein Span nungszustand im ganzen Glasgebilde. Die Zusammenziehkräfte im Innern erwirkten eine Bruckvorspannung in den äußeren Schichten. Bei Abbrechen des Schwanzes der Träne wurde dieses Spauuuugsgleichgewicht zerstört und das Ganze löste sich in Staub auf. Bei den Bologneser Fläschchen liegt die Sache ähnlich. Die Außenwand des dicken Fläschchens wurde durch rasches Abkühlen schnell zum Erstarren gebracht. Wenn die Innenwand dann später erkaltend sich zusam menziehen wollte, wurde sie durch die schon feste Außenwand wieder daran gehindert, sie erhielt also eine ...