Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... schläft doch wirk lich nicht. Sogar bei uns in Deutschland rührt sich einiges. Da gibts doch schon neue Sachen. Den 170 S, den 170 D. Den Borgward, die NSU Fox .. .“ „Vergessen Sie bloß kein neues Modell. Sonst kriegen Sie allerhand zu hören und zu lesen. Und vergessen Sie nicht, was sich bei den Omnibussen tut — und hinter verschlossenen Türen. Aber darüber schreiben Sie bitte nicht. Wird viel zu viel über ungelegte Eier gegackert. Ja, ja, ich weiß, was Sie sagen wollen. Ich bin auch nicht ungerecht. Ich habe ja nicht gesagt, daß unsere Industrie zur Zeit schläft. Es ist so schwer, das klar auszu drücken, was ich eigentlich meine.“ Roland Bee schwieg. Von der Seite betrachtete ich sein Gesicht: alles Humorige war verschwunden. So ernst, fast bedrückt kannte ich ihn bisher nicht. Und dann sprach er sorgenvoll von der Lage der deutschen Kraft fahrzeugindustrie. „. . . und darum dürfen wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Die Krise wird erst kommen. Wenn der Nachholbedarf gedeckt ist. Daß es überall aufwärts geht? Die Umsätze steigen? Vorsicht! Der Schlüssel zum Kraftfahrzeug-Inlandsmarkt ist die Kaufkraft breiter Schichten. Auf das Gleichgewicht von Kaufkraft und Wagenpreis kommt es an. Das haben wir aber bei weitem nicht mehr! 1938 kostete ein Kilo Opel Kadett zwei Mark fünfunddreißig. Ein Kilo Mercedes 170 V: Drei vierzig. Ein Kilo Volkswagen ...