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... Gloor Was der seit nunmehr dreissig Jahren in der Schweiz niedergelassene Süditalie ner verwirklicht, erweckt das Staunen, sehr häufig aber auch das Kopfschütteln der angestammten Design-Koriphäen. «Das ist ja gar nicht möglich, was der jetzt wieder auf die Räder gestellt hat!» So tönt es etwa in den sorgsam organi sierten Designateliers der Grossen der Branche. Auch in dem seit kurzem bei Vevey — ebenfalls in der Westschweiz — angesiedelten Art Center College of Design (Europe) sieht man sich im Falle von Sbarro mit Autoformen konfron tiert, die dem wohlentwickelten Lehr schema widersprechen. Wider das etablierte Design Franco Sbarro seinerseits äussert sich mit Bedauern, ja Mitgefühl über das, was das etablierte Automobildesign heute von jungen Formenschöpfern erwartet: Das durch die Schulung gegebene Denk schema lässt kaum mehr Platz für Phan tasie. Hinzu kommt, dass das automo biltechnische Gesamtwissen zu kurz kommt und dass dem Designnachwuchs schliesslich auch die handwerkliche Er fahrung fehlt. Es muss demoralisierend sein, wenn ein junger Designer ungeach tet seines Talents am Ende bloss dazu eingesetzt wird, irgendwelche Details auszuformen. Doch Franco Sbarros aus einer Verteidi gungsposition heraus erwachsene Kritik geht noch weiter: Selbst Firmen wie Pininfarina oder Bertone wagen es heute nicht mehr, sich selbst und ihren For menschöpfern freie ...