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... Col de la Cayolle ist phantastisch. Die Landschaft trägt unter den Wolken ein schwermütiges Gepräge. Auf dem Passe fegt einscharfer Wind. Im Süden stehen schwarze Schleier. Ich glaube, man müsste sonst das Meer sehen! Oh, es ist noch mancher Kilometer bis dahin. Die rotenSchluchten bei Guillaumes werden durchrissen. Es regnet in Strömen. Dies ist der Willkomm der Riviera. Wir hatten ihn uns so ganz anders gedacht. Der Weg senkt sich stets; unzählige Kurven zwingen zu langsamem Fahren. Man glaubt nicht vorwärtszukommen. Nach Stunden erreichen wir die Ebene, das Meer,Nizza. Wir verlieren uns wieder unter den vielen, allzuvielen Menschen, wir, die Wanderer, die so viele Einsamkeiten, so viele hohe Berge sahen, die vorwenigen Stunden noch im Schneewind von 2300 Meter Höhe gestanden hatten. Nun umfasst uns weiche Luft,das Meer und ein Gefühl der Weite. Die Seele wird herausgerissen aus den Gültigkeiten der letzten Tage, fragt plötzlich jene andere Sehnsucht im Herzen undsieht die schönen Frauen dieser schönen azurenen Küste. Riviera. Das Blau kehrt wieder. Die Quais, die Palmen, dieEndlosigkeit des Meeres fesseln. Schon drängt es uns, die Grande Corniche zu befahren, die ein paar hundertMeter über dem Meeresspiegel an den Hügeln hinführt. Beim Visiaero, von so manchem Poeten besungen,blicken wir stundenlang auf die Landschaft zu unseren Füssen, Monte Carlo liegt ausgebreitet, ...