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... Die erste Benützung der Strasse ist mit dem Vordringen der deutschen Talbewohner zusammenzubringen. Diese erstrebten eine lokale Verbindung und schufen eine internationale. Aus indirekten Gründen ist anzunehmen, dass der Pass mindestens ein Jahrzehnt vor 1236 benützt worden ist, sicher erst nach 1218. Hätte nämlich schon im Jahre 1218 durch Uri ein Zugang nach Italien geführt, so hätte Friedrich II. nach dem Aussterben der Zähringer die Vogtei in Uri gewiss nicht in diesem Jahre an die Habsburger vergeben. 1231 aber kaufte Heinrich VII. die Vogtei zurück und gab den Urnern die Versicherung, sie nie wieder durch Verpfändung oder Verleihung dem Reiche zu entfremden. Unzweifelhaft wollte er damit den Gotthardpass, dessen Bedeutung er mittlerweile erkannt hatte, in seine Hände bringen. Was war in dieser Zeit geschehen ? Ein Unbekannter, vielleicht der Schmid von Ursern, hatte ein neues Baumaterial in die Steinund Holztechnik der bisherigen Zeit eingeführt und die stiebende Brücke erbaut, nicht eine Brücke über den Fluss hinüber, sondern einen hölzernen Steg dem aus dem Fluss aufsteigenden Felsen entlang, in dem eiserne Ketten befestigt waren, die die ••schwankenden Bretter umfassten. An dieser Stelle, wo jetzt das Urnerloch Durchgang schafft, gab es vorher kein Durchkommen. Jene schwankenden Bretter führten in der Geschichte des alten Passverkehrs eine ...