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... Bestreben andererseits sollte sein, mit den Vorschriften weniger zu zwingen als zu überzeugen. Es herrscht heute in Deutschland der unerfreuliche Zustand, daß die Fahrer die Verkehrsregelung zu einem großen Teil als einen polizeilichen Zwang, nicht als eine wertvolle Hilfe ansehen. Sie beachten die aufgestellten Schilder nicht in erster Linie deshalb, weil sie auf diese Weise sich selbst und andere vor Gefahren bewahren können, sondern vielfach nur deshalb, weil sie sonst Polizeistrafen zu befürchten haben. Steht ein Halteschild an der Straßenkreuzung, dann muß man oft wirklich ganz halten, wenn man die Gegend überblicken will, ehe man in die Hauptstraße einfährt. Oft stehen aber Halteschilder an vollkommen übersichtlichen Stellen nur deshalb, weil die Hauptstraße einen starken Verkehr aufweist. Wenn man an solch eine Stelle zu einer verkehrsarmen Zeit kommt und schon im Anfahren feststellen kann, daß straßauf und straßab kein Auto kommt, dann ist es an sich ganz sinnlos, seinen Wagen hier zum Stehen zu bringen. Im Sinne eines flüssigen Verkehrs muß man es sogar als fehlerhaft bezeichnen, anzuhalten. Trotzdem verlangt es die Polizei und sucht es durch Bestrafungen zu erzwingen. Sie argumentiert wahrscheinlich: Wer diesmal ein Verkehrszeichen nicht beachtet, wird auch ein anderes Mal so handeln, wenn es gefährlich ist. Ja, wenn es gegenüber Verkehrs- ...