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... schlitternde Fahrverhalten des W 196 war wohl eher auf mangelnden Grip als auf ein Unvermögen der Fahrer zurückzuführen. Zwar war für die engeren Kurse, besonders für den Deutschland-Grand Prix auf dem Nürburgring, eine schmalere Version mit freistehenden Rädern entworfen worden, aber die Entwicklung hinkte dem Zeitplan hinterher. Fangio und Kling hatten, nachdem sie beim Training in Silverstone Markierungsschilder umgefahren hatten, Neubauer und Uhlenhaut zu verstehen gegeben, dass ein Open-Wheeler für den Nürburgring nicht nur wünschenswert, sondern absolut unabdingbar sei. Daraufhin fertigte Mercedes für das Heimrennen in aller Eile drei W 196 mit freistehenden Rädern. Das Siegerauto von Reims mit der Chassisnummer 00003/54 erhielt eine neue Karosserie und zwei Autos – Chassisnummern 00005 und 00006 – wurden als Open-Wheeler von Grund auf neu gebaut. Auf dem Nürburgring fuhr Fangio das Auto mit der Nummer 6, Kling bekam die 3 und Vorkriegschampion Hermann Lang, bereits 45 Jahre alt, die Nummer 5. Hans Herrmann fuhr den Stromlinienwagen mit der Nummer 2. Fangio sicherte sich mit dem nagelneuen 00006 die Pole-Position, während Kling im Abschnitt Tiergarten ein Rad verlor und von weit hinten ins Rennen ging. Doch Fangio und José Froilán González im Ferrari beendeten das Qualifying zutiefst betroffen, denn ihr gemeinsamer Freund und Landsmann Onofre ...