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... war ich schon in die rassige, geschmeidige Eleganz des Gran Turismo verliebt. Grosszügig sah ich über einige Schrammen und Rostbläschen hinweg. Der Tourenzähler war kaputt und das Polster nicht mehr taufrisch. Erst sehr viel später, als ich mich ernsthafter mit der ganzen Geschichte beschäftigte, erfuhr ich, dass der rechtsgelenkte Wagen nicht wie im Fahrzeugausweis vermerkt Baujahr 1957, sondern 1954 hatte. Das Wichtigste war: Der Wagen lief – und wie. Von einem grossen Vorkriegswagen an schwergängige Lenkung und bedächtige Beschleunigung gewöhnt, war es eine Offenbarung, wie der Lancia geradezu nach Geschwindigkeit lechzte. Natürlich gab es damals weder Autobahn noch Geschwindigkeitsbeschränkungen. So erreichte ich mein Ziel in Lenzburg viel schneller als erwartet. Dabei spielte das Drucklufthorn keine unbedeutende Rolle. Damals durfte man noch hupen, ohne dass man schräg angeschaut wurde. In der Folge suchte und fand ich einen auf Lancia spezialisierten Garagier in der Nähe, der dafür sorgte, dass kleine Macken an und in dem silbergrauen Coupé, an Motor und Bremsen behoben wurden. Der Wagen war zuverlässig und wurde nur in meiner Freizeit benutzt. Allerdings zeigten sich nach knapp drei Jahren immer deutlichere Rostspuren. Es war mit aufwändigen Carrosseriearbeiten zu rechnen. Mein Garagier wusste Rat: Er hatte eine Aurelia B20 (Chassis ...