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... mögen. Der Kautschuk ist nun nicht gebrauchsfertig in dem Baume vorgebildet, sondern er findet sich in den Bäumen in der Form einer sogenannten Kautschukmilch, welche konsum. Hiervon kommen bei dem Jahre 1907/08 auf Europa allein beinahe 36,000 tons. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass 1000 Kilo, also 20 Zentner unter der Einheit zu verstehen sind, so würde also die Weltproduktion im Jahre 1907/08 beinahe 3/4 Millionen Zentner Kautschuk betragen haben. Das sind Zahlen, welche die ungeheuere Verwendbarkeit und den Wert des Gummis in eklatanter Weise demonstrieren. Betrachten wir vorerst die Dazu haben wir eine kleine Reise anzutreten nach denjenigen Ländern, wo die grossen Gummibäume als Hauptlieferanten ihre Heimat haben. Es kommen für den besten Kautschuk, den Para-Kautschuk, vor allen Dingen zwei Bäume in Frage, die wir zur Klasse der Euphorbiaceen rechnen und welche in Südamerika ihre Heimat haben. Es ist das nämlich die Hevea brasiliensis und weiterhin Manihot Glaziovii. Während ersterer Baum erst vom 25, Jahre ertragsfähig ist und am Amazonenstrom im Innern von Brasilien den besten Kautschuk, nämlich den Para, liefert, ist die zweitgenannte Euphorbiacee der Lieferant des Ceara-Kautschuk, der seinen Namen nach der Provinz Ceara führt: Selbstverständlich sind es ausserdem noch zahlreiche andere Euphorbiaceen, welche als Lieferanten der den Namen «Latex>> ...