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... zwei Welten wandert. 260 Milliarden Mark, schätzt das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW), kostet die komplette Instandsetzung des DDR-Verkehrsnetzes. Urteil der Wirtschaftsforscher über den Zustand der deutschdemokrati schen Straßenund Schienenwege: unzurei chend, veraltet, überlastet, störanfällig. Doch damit nicht genug: Entwickelt sich die deutsche Einheit wie gewünscht, kommen ganz neue Aufgaben auf die Straßenoldies zu - höhere Einkommen lassen den (ehemali gen) DDR-Bürgern mehr finanziellen Spiel raum für zahlreichere und bessere Autos. Zum Vergleich: Kommen auf 1000 Bundes deutsche momentan 470 Personenwagen, sind es in der DDR gerade 225. Erster Schritt der von Bonn und Ostberlin geplanten Verkehrsunion ist die Ausdehnung der Verkehrsfunk-Berichterstattung auf das Gebiet der DDR bereits an Ostern. Rasch an geglichen werden soll darüber hinaus das komplette Verkehrsrecht - natürlich nach bundesdeutschem Vorbild und als „unver zichtbare Voraussetzung für die Wirtschafts und Währungsunion“ (Bundesverkehrsmini ster Zimmermann). Dazu bedarf es nicht nur staatsrechtlicher Klimmzüge der Artistenklasse, angeglichen werden müssen auch weit profanere Regeln. Publikumswirksame Highlights dieser An gleichung: Die Null-Promille-Grenze und die generelle Tempo 100-Limitierung auf Autobahnen, läßt Zimmermann-Staatsse kretär Dieter ...