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... ablockt. Durch diese Operation wird die Seele in uns grösser, ohne es zu wissen, und ist zum zweitenMale jener ersten Empfindungen nicht mehr fähig. Der Mensch glaubt verloren zu haben, er hat aber gewonnen; was er an Wohllust verliert, gewinnt er an innerem Wachstume. Hätte mich nur das Schicksal inirgendeiner grossen Gegend heissen wohnen, ich wollte mit jedem Morgen Nahrung der Grossheit aus ihrsaugen, wie aus einem lieblichen Tal Geduld und Stille. » So schrieb Goethe auf seiner Reise durch den Jura in«Münster, zwischen Basel und Biel, den 3. Oktober, Sonntag Abends» im Jahre-1779. Solch tiefen Eindruckmachte der wildromantische Jura mit seinen zerklüfteten Felsmassen und dem schäumenden Bach in der Tiefeauf Goethe, und als er in Münster angekommen und mit seinen Reisegefährten Quartier bezogen hatte,schlich er sich scheu von dannen, um aHein in die Schlucht zurückzukehren, um in der Stille des Abendsnochmals den gewaltigen Eindruck auf sich wirken zu lassen, den ihm hier die Natur in ihrer elementarenUrsprünglichkeit zu bieten vermochte. Auch heute noch stehen die jurassischen Schluchten,nicht nur wie zu Goethes Zeiten, sondern wie seit Jahrtausenden. Und wenn Goethe an anderer Stelle seinesTagebuches erwähnt, dass hier nichts Willkürliches störe, dass nur der bequeme Weg, über den man durch dieseseltsamen Gegenden wandert, von Menschenhänden ...