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... zu einer höchst differen zierten Wissenschaft für sich geworden,' deren Erfolge allerdings weit gehend der Gebrauchsbereifung zugute kommen. Immerhin: Maßstäbe und Aufwand gehen bei der Renndecke wie auch beim Rennschlauch zwangs läufig weit über das hinaus, was normalerweise üblich und angemessen ist. Schon bei der Materialauswahl fängt es an. Gummimischungen von be sonderer Abriebtüchtigkeit, Kunstseidengewebe höchster Sondcrqualität müssen entwickelt werden, wobei der Kostenpunkt nur drittrangige Be deutung hat. Wenn es die Continental bis Ende 1949 strikt ablehnte, wieder Rennreifen herauszubringen, so lag dies nur daran, daß bis zu diesem Zeit punkt einfach die erforderlichen Spitzenrohstoffe noch nicht wieder nach Deutschland hereinzubekommen waren. Tausend Probleme ergeben sich auch bei der eigentlichen Herstellung des Rennreifens. Spezialmaschinen sind für Gewebegummierung und Rei fenzusammensetzung erforderlich, denn: keine Schicht im Reifen darf unhemogen in ihrer Stärke sein, Überlappungen dürfen keinesfalls Vorkom men. Es ist bezeichnend, daß die Conti für ihre RenncJecken als Unwucht moment höchstens 3,5 m/g zuläßt, was für die größte im Augenblick ver wendete Decke etwa 10 g Unbalance am Umfang der Decke bedeutet! Jede größere Unwucht würde bei den gefahrenen hohen Geschwindigkeiten Schwingungen auslösen, die Fahrer ...