Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... sich Rudi beherzter. Von der Frau Lehrerin gar nicht zu reden. An deren Strenge konnte er Oberhaupt nicht mehr glauben. Die hatte ihn bald nach dem Heimgang seiner Mutter dabei ertappt, wie en während die andern buchstabierten, das Zuckerhäschen mit brennender Zärtlichkeit betrachtete. In ihrem Aerger machte sie Miene, es fortzuwerfen. Da schrie er es, sinnlos vor Angst, heraus, von wem er es bekommen habe, und sah, wie sich ihre kurzsichtigen Augen mit Tränen füllten. Hastig steckte sie es ihm in die Hand zurück und ermahnte ihn, ein so teures Andenken doch lieber zu Hause zu lassen, statt es bei seiner Gebrechlichkeit Gefahren auszusetzen. Solche heilige Dinge mflssten sorglicher verwahrt werden, als in einer zerrisnen Joppentasche, aus der sie leicht verlorengehen oder herausgenommen werden konnten. Der Rudi erblasste Ober seine Unvorsichtigkeit und schob das Häschen schnell unter seinen Brustlatz. Aber die Buben hatten es schon gesehen und neckten Ihn fortwährend damit, dass sie sich ihm mit aufgerissenem Mund in den Weg stellten, als drohten sie, seinem Kleinod den Kopf abzubeissen. Zum Glück war Rudi nie wieder so leichtsinnig, es in die Schule mitzunehmen. Nur wenn er am Sonntag In die Kirche ging, trug er es in der Tasche. Früher war es immer sein Wunsch gewesen, ein Schwesterchen zu besitzen. Einen Bruder wollte er nicht. Er hatte unter den ...